Mantras

Mantras verbinden heilige Texte aus dem Osten mit traditionellen Melodien oder bewegender Musik aus dem Westen. Jedes Mantra hilft, den Geist zu entspannen, die Emotionen zu beruhigen und das Herz zu öffnen. Mantra singen ist wie ein Gebet, eine Meditation und bringt uns in Kontakt mit dem Göttlichen.

Die Sprache der meisten Mantras ist Sanskrit, eine universelle Ursprache der Menschheit. In fast allen Sprachen der Menschheit finden sich zahlreiche Wortstämme, die auf Sanskrit-Silben zurückgehen. Sanskrit wird die "Sprache der Götter" genannt, nicht zuletzt deshalb, weil die Herkunft ihrer Keimsilben, der "Bhija-Mantras", ein Rätsel ist. In diesen uranfänglichen Klangsamen liegt eine große Kraft, da sie spezifische Schöpfungsschwingungen enthalten, eine Kreativ-Energie, aus der sich die materielle und geistige Welt manifestiert hat. Das Mantra OM ist ein solcher Urlaut, ein universelles und essenzielles Wort für das Göttliche.

"Om Namaha Shivaya" ist das am weitesten verbreitete Mantra in Indien. Seit gut 3000 Jahren wird es in vielen musikalischen Variationen gesungen. Wörtlich übersetzt heißt es: "Om, ich verneige mich vor Shiva", oder auch: "Om, ich verneige mich vor dem Wahren Selbst in jedem von uns".

Om, Juwel im Lotos, Hum.
Om Mani Padme Hum, in der tibetischen Aussprache: Om Mani Peme Hung, ist das Mantra von Chenrezig (Sanskrit: Avalokiteshvara), dem Buddah des Mitgefühls. Es ist das bedeutendste und heiligste Mantra des tibetischen Buddhismus.
Die Keimsilbe OM steht für das Absolute, das Göttliche. Der Geist, der voller Mitgefühl auf die Erleuchtung aller Wesen gerichtet ist, wird als Juwel oder als MANI bezeichnet, das Buddhawesen, das Wahre Selbst.
Doch zum Mitgefühl muss Weisheit kommen, die durch PADME, den Lotos, symbolisiert wird, der zwar im Schlamm wurzelt, aber unbefleckt zum Licht empor wächst. Der Lotos steht auch für die geöffnete Blüte des Herzens. Auch wenn der Buddhismus den Begriff "Gott" kaum verwendet, könnte man das Mantra auch übersetzen mit : "Gott wohnt im Zentrum meines Herzens." HUM steht für Vereinigung von Weisheit und Mitgefühl und ist die Keimsilbe für das Manifestierte, den irdischen HUMus, das HUMane, aber auch HUMor, HUMilität (Demut) und HUMble (engl.: bescheiden).

Herzlichen Dank an Hagara Feinbier für die zur Verfügungstellung des Textes. www.come-together-songs.de